Planungsbeispiel


Was passiert bei einer Fehlplanung:

Ein neu gebauter Musikraum wirkt auf den ersten Blick modern:


  • Die Lautstärke im Raum steigt schnell an und lässt sich nur schwer kontrollieren.
  • Lehrkräfte müssen deutlich lauter sprechen, um sich verständlich zu machen.
  • Gruppenarbeit führt schnell zu Unruhe.
  • Instrumente und Technik sind vorhanden, lassen sich im Unterricht aber nur eingeschränkt sinnvoll nutzen.
  • Der Raum wirkt groß – funktioniert im Unterricht jedoch überraschend unruhig.


  • Planung: akustisch korrekt, aber ohne Nutzungsbezug
  • Problem: Bandunterricht nicht möglich
  • Lösung: Zonierung, Anpassung Reflexion/Absorption, Technikstruktur
  • Ergebnis: Steuerbarer Unterricht, geringere Lautstärke


Ursache: Nutzungsszenarien wurden nicht berücksichtigt.

Ergebnis nach Anpassung: deutlich bessere Verständlichkeit und Kontrolle. 
 

Wie ich an solche Räume herangehe

In meiner Arbeit analysiere ich Musikräume systematisch aus vier Perspektiven – den vier Arbeitsblöcken der Martin Stenger Experience.

1. Nutzung und Pädagogik
Wie wird der Raum tatsächlich im Unterricht genutzt?
Welche Arbeitsformen finden dort täglich statt?

2. Raumstruktur und Klangwirkung
Wie verhält sich der Raum bei musikalischer Aktivität?
Welche Dynamik entsteht bei Gruppenarbeit oder Ensembleproben?

3. Ausstattung und technische Nutzung
Wie greifen Instrumente, Technik und Raumorganisation im Unterricht zusammen?

4. Einbindung in den Schulalltag
Wie wirkt der Raum im Gesamtbetrieb der Schule?
Welche Nutzungssituationen entstehen im täglichen Betrieb?


Das Ziel

Oft reichen wenige gezielte Anpassungen in der Planung, um aus einem problematischen Raum einen funktionierenden Musikraum zu entwickeln.

Der entscheidende Punkt ist, diese Zusammenhänge früh zu erkennen – bevor sie gebaut werden.

Genau hier setzt meine Fachberatung an.